Nürburg (Burg)
aus Wikipedia, der freien
Enzyklopädie
Die Nürburg ist eine Burgruine
in der Eifel nahe dem Ort Nürburg südlich von Adenau im Landkreis
Ahrweiler. Sie liegt innerhalb der Nordschleife des Nürburgrings auf
einem 678 m hohen Vulkan-Basaltkegel und kann gegen Entgelt besichtigt
werden.
Geschichte
Erstmals urkundlich erwähnt wurde die
Anlage im Jahre 1166 als Noureberg, doch gilt es als
wahrscheinlich, dass sich dort bereits zu römischer Zeit eine
Signalstation zur Sicherung der wichtigen Römerstraße befand, die sich
durch die Eifel zog.
Als eigentlicher Erbauer der Nürburg gilt
Graf Ulrich, der in einer Urkunde aus dem Jahr 1169 genannt wird,
obwohl bereits sein Vater Dietrich I. von Are auf dem Berg mit dem Bau
einer Fluchtburg begann. Die Nachfahren Ulrichs nannten sich die
"Herren von Nürburg und Are" und waren Lehnsmänner der Kölner
Erzbischöfe und des Stauferkaisers.
1290 ging die Burg in den Besitz
Kurkölns über, da es keine Nachfahren
des Geschlechts derer von Nürburg mehr gab. Das Erzbistum setzte einen
Amtmann ein, der fortan dessen Belange vertreten sollte.
Der Bau der Burg erfolgte in drei Etappen.
Nach dem Bau der rechteckigen Kernburg wurden zwischen 1340 und 1369
unter dem Amtmann Johann von Schleiden Zwingermauern als zweiter
Befestigungsring errichtet. Im 15. Jahrhundert entstand ein dritter
Ring zum Schutz der bis dahin frei zugänglichen Burgmannenhäuser, die
heute nicht mehr erhalten sind.
Schon im 16. Jahrhundert befand sich die
Burg in einem sehr schlechten Zustand, über den sich die amtierenden
Amtmänner beklagten. Es wurden daraufhin mehrfach
Restaurierungsarbeiten vorgenommen.
Während des 30jährigen Krieges wurde die
Nürburg 1633 von den Schweden unter General
Baudissin eingenommen, geplündert und
beschädigt. 1674 besetzten kaiserliche Truppen die Burg.
1689 zerstörten französische Soldaten die
Anlage endgültig. Der erhaltene Bergfried diente zunächst noch als
Gefängnis, wurde aber 1752 auch dafür nicht mehr nutzbar. Die Burg
wurde verlassen und als Steinbruch genutzt.
Im Jahre 1818 ließen Preußen den Bergfried
restaurieren, da er mit seiner Höhe von 678 m über Normalnull als
trigonometrischen Punkt dienen sollte. Im Zuge dieser Arbeiten wurde
die Vorburg abgerissen. Heute zeugen nur noch die vorhanden Reste der
Ringmauer von ihrer Existenz.
1949 kam die Ruine in den Besitz des
Landesamts für Denkmalpflege Rheinland-Pfalz, ehe die Verwaltung
der staatlichen Schlösser Rheinland-Pfalz (heute: Burgen,
Schlösser Altertümer Rheinland-Pfalz) die Betreuung übernahm. Letztere
ließ mehrfach Arbeiten (zuletzt 1988/89) zur Freilegung verschütteter
Bauteile sowie Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten vornehmen.